Autokauf & Verkauf, was man beachten sollte
Autokauf & Verkauf, was man beachten sollte. Ausgerechnet in Deutschland, wo sich die meisten Konsumgüter durch Preisgarantien auszeichnen, sind Automobile seit jeher begehrte Objekte und gleichzeitig auch häufiger Zankpunkt.
Denn gerade beim Autokauf und -Verkauf wird gefeilscht und gehandelt wie auf einem arabischen Basar. Dabei lassen sich Preise gut mit Hilfe von Wertgutachten, Vergleichszahlen von Autoinseraten sowie unter Einbezug der eigenen Kenntnisse festlegen. Dass der Verkauf eines Fahrzeugs sowohl für Käufer als auch Verkäufer ein voller Erfolg wird, können beide Seiten sich entsprechend vorbereiten und den Preis aushandeln.
Was Verkäufer beachten sollten
Eine der wichtigsten Grundsätze beim Autoverkauf: das Auge kauft mit! Und selbst für Wertgutachter stellt sich der Wert anders dar, wenn das Kfz einen gepflegten Eindruck vermittelt. Jedoch kann zuviel des Guten auch Nachteile mit sich bringen. Eine Motorwäsche unmittelbar vor der Besichtigung weckt Misstrauen.
Weshalb wurde eine Motorwäsche gemacht? Sind hier eventuelle Undichtigkeiten an Motor oder Getriebe? Solche Fragen kommen in der Regel. Und wenn es sich nicht gerade um einen scheckheftgepflegten Wagen handelt, weshalb wurde der letzte Ölwechsel gerade eben erst gemacht (Sichtbar am Ölzettel)? Folglich sollten Autoverkäufer solche Vorbereitungen schon einige Wochen im voraus durchführen lassen.
Die direkte Pflege sollte jedoch unmittelbar vor dem Verkauf stattfinden. Liegen Wertgutachten erstellen und Besichtigungen zeitlich eng beieinander, kann das Fahrzeug auch schon vor dem Wertgutachten sehr gründlich gereinigt werden. Der Innenraum ist vorzugsweise nicht nur faserfrei sauber, die Armaturen, eventuelle Lederausstattungen etc. duften möglichst natürlich und frisch.
Ein potentieller Käufer muss regelrecht Angst verspüren, sich in ein derart gepflegtes, sauberes Fahrzeug zu setzen; schließlich will er ja dem Besitzer nicht das Auto beschmutzen. Die Lackoberfläche soll ebenfalls gut gesäubert sein. Wer wirklich Eindruck schinden will, belässt es nicht nur bei einer simplen Autowäsche.
Die im Gegensatz zu Versiegelungen wie Teflon und Nano-Technologie sehr preiswerte Konservierung mit Wachs hält zwar nur wenige Wochen, dafür sorgt ein gutes Autowachs insbesondere mit Carnauba-Ölen für einen Tiefenglanz und einen Wet-Look, dass der Gesamteindruck suggeriert, dieses Automobil sei gerade eben erst vom Band gelaufen. Hat der Verkäufer außerdem ein Wertgutachten erstellen lassen, ist ernsthaft darüber nachdenken, wo für ihn die unterste Verkaufsgrenze und das Optimum liegen.
Neben dem Gutachten ist auch empfehlenswert, sämtliche Rechnungen von Kundendiensten und den Reparaturen von Verschleißteilen griffbereit zu haben. So vorbereitet kann nichts schief gehen. Wenn dennoch "was ist der letzte Preis" Käufer kommen, gibt es eine gute Methode, solchen Feilschern den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Dazu wird dem Käufer nur das folgende gesagt: "Wenn Sie verhandeln wollen, liegt der Preis bei 18.000 Euro. Wenn Sie einen Festpreis wünschen, der ist 15.000 Euro". Natürlich wird als Verhandlungspreis ein Preis genannt, der ein wenig überdreht ist. Als Festpreis kann der Wunsch- als auch der Mindestpreis dienen.
Was Käufer beachten sollten
Sogar als Autokäufer kann man sich sehr gut auf einen Fahrzeugkauf vorbereiten. Oberste Regel hier: nie dem Verkäufer gegenüber unfreundlich werden. Stattdessen immer freundlich sein und außerdem über Dinge sprechen, die nicht nur den Kauf betreffen. Zum Verkäufer muss innerhalb Minuten eine möglichst freundschaftliche Beziehung entstehen, die dem Verkäufer auch suggeriert, dass er nicht maßlos runter gehandelt werden soll. Wer keine fundierten Kfz-Kenntnisse hat, sollte zusätzlich jemanden wie einen Mechaniker mitbringen, der kein Laie auf dem Gebiet der Autotechnik ist.
Sind echte Mängel am Fahrzeug entdeckt, werden sie dem Verkäufer gezeigt. Außerdem müssen auch die eventuellen Reparaturkosten einer Werkstatt Erwähnung finden. Handelt es sich um einen Verkäufer, der Misstrauen erweckt, weil womöglich das Fahrzeug manipuliert wurde, ist es außerordentlich wichtig, einen Fachmann dabei zu haben.
Anhand der Spaltmasse von Türen, Kotflügel, Haube etc. lassen sich etwaige Unfallschäden feststellen. Selbiges gilt für kleine Ausbuchtungen oder kaum sichtbaren Knicken auf dem Dach. Wurde vereinbart, dass der Motor kalt gestartet werden sollte, jedoch war er beim Eintreffen schon auf Betriebstemperatur - Vorsicht!
Ist das Auto erst überprüft, können sämtliche Unterlagen und Dokumente in Augenschein genommen werden. Besteht wirklich ein Manipulationsverdacht, einfach fragen, ob vielleicht der Vorbesitzer gesprochen werden kann. Der Käufer muss sich auch mit seinem Begleiter beraten können.
Bevor es dann zu den Preisverhandlungen kommt, muss auch der Interessent sich seine Schmerzgrenze gründlich überlegen und diese konsequenterweise auch beachten. So ist gewährleistet, dass der Verkauf/Kauf garantiert ein Erfolg und kein Reinfall wird!
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